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Eintracht Frankfurt: Markus Pröll: "Frankfurt bleibt ein Teil von mir"

Von Stefan Fritschi

Er hatte es nicht einfach, sich bei der Frankfurter Eintracht zu behaupten. Einige Verletzungen und „der ewige Oka“ sorgten dafür, dass Markus Pröll nicht so häufig dort stand, wo er sich am wohlsten fühlte, nämlich zwischen den Pfosten.

Man mag es kaum glauben. Sieben Jahre, zwischen 2003 und 2010, trug der Rheinländer das Trikot mit dem edlen Greif auf der Brust. Auch wenn es nur 93 Meisterschaftsspiele waren in dieser Zeit in Liga eins und zwei, bei den Eintracht-Fans verdiente sich Markus Pröll viel Respekt – obwohl er eine starke Zuneigung seit Kindesbeinen hat zum 1. FC Köln und es mit den Kölnern seit Jahrzehnten eine große Rivalität auf den Rängen gibt.

Als er im Mai 2010 sein letztes Match bestritt, erhielt der stämmige Mann aus Rheinbach einen entsprechend würdigen Abschied. „Das war sehr emotional. Dieser tosende Applaus hat sehr gut getan, es hat mich sehr berührt. Die Fans wussten, dass ich immer Vollgas gegeben und mich für die Eintracht zerrissen habe. In diesem Moment habe ich es genossen, dass das von den Fans auch zurückkam. Frankfurt wird immer ein Teil von mir bleiben“, sagte er.

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Pröll erhielt keinen neuen Vertrag, weil die Eintracht-Verantwortlichen weiter auf Oka Nikolov setzten und ein bisschen Geld sparen wollten. Obwohl für viele der Ex-Kölner der bessere Torwart war. Pröll und Nikolov hatten sich über all die Jahre einen Zweikampf geliefert – wenn tatsächlich beide auch fit waren.

Die kurioseste Verletzung, die sich Markus Pröll zuzog, wird so manchem gewiss in Erinnerung geblieben sein. Nach einem Testspiel versuchte er den aufs Fußballfeld eilenden Autogrammjägern auszuweichen. Dabei fiel Pröll über ein Mädchen – und erlitt beim Sturz eine Schultereckgelenksprengung. Mit fatalen Folgen: In seiner letzten Saison stand er in keinem Bundesliga-Spiel auf dem Platz, auch das trug zum Abgang des damals 30-Jährigen von der Bühne Waldstadion bei.

Die hatte der 1,87-Meter-Mann 2003 betreten. Allerdings nicht ohne Nebengeräusche: Trainer Willi Reimann hatte sich für Prölls Verpflichtung ausgesprochen, der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Jürgen Neppe zunächst dagegen. Pröll erhielt letztlich einen Kontrakt über zwölf Monate mit Jahresoption zugunsten der Eintracht.

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Beim 1. FC Köln hatte man nicht mehr auf die Karte Pröll gesetzt. Der sechsfache U21-Nationalspieler war im vereinsinternen Duell Alexander Bade unterlegen, auf den Trainer Friedhelm Funkel setzte; Pröll kam auch nur auf zwei Einsätze. Als die Müngersdorfer für die kommende Spielzeit Stefan Wessels von den Münchner Bayern verpflichteten, war für ihn der Zeitpunkt gekommen, etwas anderes zu unternehmen.

Bei der Eintracht kam er unter Coach Reimann allerdings zunächst auch nicht über die Rolle des Ersatzmannes hinaus. Nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga schlug nun Prölls Stunde – und das ausgerechnet unter Funkel, der an den Riederwald gekommen war.

Nach dem Aufstieg zog sich Pröll jedoch eine Ellbogenverletzung zu und verlor wieder seinen Stammplatz. In der Saison 2006/07 geriet Markus Pröll in den Fokus: In der Hinrunde kürte das Magazin „Kicker“ ihn zum besten Bundesliga-Keeper – dank drei gehaltener Strafstöße in Folge und starker Leistungen in der Liga und im Europapokal. Pech für Pröll: Wegen eines zunächst nicht erkannten Rippenbruchs fiel er wieder lange aus. Mit viel Einsatz, Leidenschaft und Fleiß kam er wieder zurück – so wie das Fans eben sehen wollen. „Niemals aufgeben“ lautet dann auch sein Lebensmotto.

Artikel vom 10.02.2018, 03:30 Uhr (letzte Änderung 27.02.2018, 03:34 Uhr)

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