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Eintracht Frankfurt: Simon Terodde: "Die Eintracht ist für mich das Überraschungsteam"

Simon Terodde ist im Winter aus Stuttgart nach Köln gewechselt. Im Interview mit Markus Katzenbach spricht Terodde über seinen Wechsel nach Köln, sein Kampf im Profigeschäft und die Eintracht.

Hallo Simon, Glückwunsch erst einmal zum gelungenen Neustart in Köln.

Wie sehr mussten Sie denn zu dem Wechsel zum Tabellenletzten überredet werden? Und für wie groß halten Sie die Chance, dass es noch klappt mit dem Nichtabstieg?

SIMON TERODDE Ich musste nicht überredet werden. Als der Anruf von Armin Veh kam, habe ich mich mit meiner Familie und meinen engsten Freunden besprochen. Aufgrund der Konstellation in Stuttgart habe ich mich dann entschlossen zum FC zu gehen. Ich kenne den Verein richtig gut und die Perspektive, die ich hier sehe, hat für mich einfach gepasst. Natürlich kann ich die Tabelle lesen, ich bin Realist. Trotzdem hoffe ich, dass wir die kleine Chance, die wir uns erarbeitet haben, nutzen und den Klassenerhalt schaffen.

Zwei Dinge fallen gleich auf, wenn man sich mit Ihnen beschäftigt. Erstens, dass Sie sich ständig verbessert haben in all den Jahren als Fußballer. Durch die Erfahrung, durch ihre Trainer oder weil dieser Ehrgeiz einfach in Ihnen steckt?

SIMON TERODDE Dabei spielen sicher alle Faktoren eine Rolle. Der Schritt zum VfL Bochum damals war der Richtige. Dort habe ich das volle Vertrauen gespürt, was am Ende bei Union Berlin nicht mehr der Fall war. Da saß ich nach zweieinhalb ganz erfolgreichen Jahren nur noch auf der Bank. Von dort aus nahm meine Karriere ihren Lauf. Ich mache das aber nicht an bestimmten Dingen fest. Ich bin aktuell sehr zufrieden mit meiner Situation.

Zweitens sieht es so aus, als ob Ihre Laufbahn phasenweise auch ein ganz schöner Kampf war?

SIMON TERODDE Als ich Profi geworden bin, war es noch nicht so einfach sich durchzusetzen. Damals wurde noch nicht so sehr auf junge Spieler gesetzt. Das erste Jahr im Seniorenbereich bin ich verletzungsbedingt komplett ausgefallen und habe meinen Weg dann über die zweite Mannschaft des 1. FC Köln gemacht. Unter Frank Schäfer kam ich erstmals bei den Profis zum Einsatz. Von da an ging es stetig bergauf, in die Zweite Liga, mit Stuttgart habe ich dann den Sprung in die Bundesliga geschafft – und jetzt zum FC.

War es einfach Stürmerglück, dass es in Köln gleich wieder geklappt hat mit dem Tore schießen – oder brauchen Sie auch eine Wohlfühl-Atmosphäre, um Ihre volle Leistung abrufen zu können?

SIMON TERODDE Erstmal brauche ich natürlich meine Mitspieler, die mir Vorlagen servieren. Genauso war das beim Derbytor gegen Gladbach, als Kocka Rausch den Ball genau auf meinen Kopf gebracht hat. Klar versucht man auch immer seinen Instinkt zu nutzen, genau da zu sein im Strafraum, wo es gefährlich wird. Dafür sind Stürmer ja da. Ich versuche der Mannschaft vor allem mit meiner Arbeit gegen den Ball zu helfen – Tore sind dann der entsprechende Bonus dafür.

Apropos Atmosphäre: In Köln läuft die fünfte Jahreszeit. Sind Sie ein Jeck oder fürchten Sie sich eher vor Rosenmontag?

SIMON TERODDE (lacht) Nein, mit dem Karneval wurde ich in meiner ersten Zeit beim FC infiziert. Jetzt steht Samstag aber erstmal ein wichtiges Spiel an. Am Rosenmontag sind wir beim Zug dabei. Und wir hoffen natürlich, dass wir den Kölnern am Karnevalswochenende drei Punkte bescheren werden.

Kommen wir noch schnell zum nächsten Gegner: Sie haben in dieser Saison schon gegen die Eintracht getroffen – für Stuttgart in Frankfurt. Was für ein Spiel erwarten Sie diesmal?

SIMON TERODDE Frankfurt ist eine sehr erfahrene Mannschaft und körperlich robust. Da müssen wir von Anfang an dagegenhalten. Sie sind für mich das Überraschungsteam, sehr stabil und spielen bisher eine sehr gute Saison. Das hängt vor allem mit Niko Kovac zusammen, dort ist etwas gewachsen über die letzten zwei Jahre hinweg. Wir versuchen am Samstag unser Spiel durchzudrücken und erfolgreich zu sein.

Artikel vom 09.02.2018, 18:18 Uhr (letzte Änderung 27.02.2018, 03:34 Uhr)

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